| Vier Takte, die die Welt veränderten |
|
|
|
| Geschrieben von: Dr. Helmut Meyer | |
|
Nikolaus Ausgust Otto (1832 – 1891)
Nikolaus August Otto, aufgewachsen in einem Taunus-Dörfchen, absolvierte nach der Realschule eine kaufmännische Lehre und kam, gerade 21jährig, nach Köln. Aber neben seiner Arbeit als Handlungsreisender gehörte seine Leidenschaft der Entwicklung von Motoren; zunächst, ab 1862, in einer kleinen Werkstatt am Gereonswall, an der alten Stadtmauer. Da war es ein Glücksfall, dass der etwa gleich alte Ingenieur Eugen Langen (1833 – 1895), Sohn eines der Kölner „Zuckerbarone“, auf ihn aufmerksam wurde und seine Begabung erkannte. Mit väterlichem Investitionskapital stellte Eugen Langen das Bemühen Ottos auf eine solide Geschäftsbasis, indem beide 1864 in der Servasgasse, neben der väterlichen Zuckerfabrik und nahe dem Rhein, die erste Motorenfabrik der Welt, die „N.A. Otto & Cie., gründeten. Ihr sog. „atmosphärischer Motor“, der auf der Erfindung eines allerdings unwirtschaftlichen Gasmotors des Franzosen Jean Joseph Etienne Lenoir basierte, wurde 1867 auf der Pariser Weltausstellung mit einer Goldmedaille ausgezeichnet und konnte theoretisch ein Jahr später schon in die Serienproduktion gehen. Dennoch kam es wegen fehlender Käufer zum Konkurs der Firma. Langen übernahm die Schulden von Otto und gründete mit ihm 1872 in dem damals noch außerstädtischen Deutz mit Fremdkapital die „Gasmotorenfabrik Deutz“. Zur Sicherung der Produktion wurden Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach engagiert. Unter Daimlers Leitung expandierte die Firma, bis sie in den 30er Jahren des 20. Jh.s durch Fusionen in den weltbekannten Konzern Klöckner-Humboldt-Deutz AG, die heutige Deutz AG, einging. Im Rahmen seiner vielseitigen Tätigkeit als Unternehmer in der Zuckerindustrie, in die er neue Produktionsmethoden einführte, im Bankwesen, in einer Elektrizitätsgesellschaft blieb die Zusammenarbeit zwischen Langen und Otto begrenzt. Aber als Ingenieur lag auch ihm das Erfinden im Blut. Unter anderem verdanken wir ihm nicht nur die Zuckerwürfel auf unserem Kaffeetisch, sondern auch die Konzeption der – allerdings erst nach seinem Tod eröffneten und schon mit Elektrizität betriebenen - Wuppertaler Schwebebahn. Die späteren Lebensjahre von Otto waren dagegen überschattet von zermürbenden Prozessen um seine Patentrechte, um deren Sicherung er sich nicht hinreichend bemüht hatte. Auch der Tod dreier Kinder trug zu seinem frühen Tod bei. Ich könnte Ihnen noch Stundenlang von Erfolgsstories in Köln, dem Eigelstein-Viertel, und auch über den Melaten Friedhof erzählen, auf dem heute eine Vielzahl an interessanten und berühmten Persönlichkeiten ‚wohnen’. Wenn ich also Ihr Interesse geweckt habe und Sie Lust auf mehr spannende Geschichten aus Köln haben, schauen Sie doch einfach mal auf meiner offiziellen Webseite für Stadtführungen in Köln vorbei, unter www.stadtstreicher-stadtfuehrungen.de. Ich bin sicher, dass dort auch für Sie eine passende Führung dabei ist; ob für Sie privat, einen Betriebsausflug, oder einfach eine Gruppe von Freunden. Ihr Stadtstreicher und Köln-Patriot, Dr. Helmut Meyer
![]() Über den Author: Dr. Helmut Meyer studierte Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte. Viele Jahre arbeitete er als Dozent an der Universität zu Köln, zuletzt in Russland und China. Er ist in Köln geboren und bringt seit Jahren als „Stadtstreicher“ mit ganzem Herzen und mit kölscher Ader den Touristen und Einheimischen die Stadt und die Mentalität ihrer Menschen nah. Sein reiches Themenangebot an Stadtführungen finden Sie unter www.stadtstreicher-stadtfuehrungen.de.
|



Heute suchen wir nach Alternativen zum Verbrennungsmotor, der seit den 80er Jahren des 19. Jh.s, und immer noch mit Zuwachs, weltweit die Straßen beherrscht. Doch die Keimzelle dieser genialen Erfindung lag im Kölner Eigelstein-Viertel, in der Nähe der alten Römerstraße, (an der ich wohne.)

